Könnte die vom chinesischen Regime erzwungene Organentnahme auf andere Länder übergreifen?


Das kommunistische Regime in China plant, seine grausame Praxis der erzwungenen Organentnahme zu exportieren, sobald es in der Lage ist, die vom Westen aufgestellten ethischen Standards in der Transplantationsindustrie zu zerstören, warnt Dr. Torsten Trey.

Organentnahme für den Transplantationsmarkt

Trey, Gründer und Geschäftsführer von Doctors Against Forced Organ Harvesting (DAFOH), warnte kürzlich in einem Interview in der Sendung "Crossroads". Das chinesische Regime hat jahrzehntelang Gefangene aus Gewissensgründen verfolgt, um seine industrielle Produktion von geernteten Organen für den Transplantationsmarkt voranzutreiben, sagte er.

Angesichts der Ambitionen Chinas, viele Industriezweige zu dominieren, so Trey, strebe Peking auch eine Führungsposition im Transplantationssektor an.

"In westlichen Ländern folgen wir ethischen Standards zum Wohle des Patienten. Es gibt einen Zweck, der mit Wartezeit verbunden ist", sagte er. "Sie basiert auf der freien, freiwilligen Zustimmung als Grundlage für die Spende von Organen.

"Dieses Konzept der freien, freiwilligen Zustimmung wird durch das Konzept der erzwungenen Organentnahme im Grunde zerstört."

Mit anderen Worten: Das chinesische Regime sieht in westlichen medizinischen Standards eine Bedrohung für seine Praxis der Zwangsentnahme von Organen.

"China ist also sehr daran interessiert, dieses westliche System zu zerschlagen, um die erzwungene Organentnahme zum allgemeinen Standard in der Transplantationsmedizin zu machen", sagte er.

China, eines der Top-Ziele für Transplantationstourismus

China ist eines der beliebtesten Ziele für Transplantationstourismus, da chinesische Krankenhäuser Organtransplantationen mit sehr kurzen Wartezeiten anbieten und gleichzeitig behaupten, dass ihre Organe aus dem freiwilligen Spendensystem des Landes stammen. Peking behauptet, dass es seit 2015 keine Organe von hingerichteten Gefangenen mehr entnimmt.

Ein in London ansässiges Volkstribunal widerlegte die Behauptung der KPCh jedoch in einem Bericht von 2019. Es kam zu dem Schluss, dass die ausdrücklich genehmigte Praxis der erzwungenen Organentnahme in China in "erheblichem Umfang" stattfindet, wobei Falun-Gong-Praktizierende die Hauptquelle für Organe sind.

 

Die Anhänger von Falun Gong, einer spirituellen Praxis, die auch als Falun Dafa bekannt ist, werden seit 1999 vom chinesischen Regime verfolgt. Lesen Sie hier.

Im Jahr 2006 wurden erstmals Vorwürfe über die Zwangsentnahme von Organen bei inhaftierten Falun-Gong-Anhängern laut.

Sobald China die führende Stimme im Transplantationssektor sei, werde es "neue Maßstäbe" im Transplantationsbereich setzen, so Trey. Er warnte, dass Peking dann uneingeschränkt und ohne internationale Kontrolle oder Kritik Gefangene aus Gewissensgründen ausrotten könne.

Trey sagte, er habe die Gelegenheit gehabt, mit mehreren Menschen zu sprechen, die in den letzten Jahren beinahe Opfer von Chinas erzwungener Organentnahme geworden wären.

Einige sagten, dass sie während ihrer Haft in China wiederholt Bluttests unterzogen wurden, während ein ehemaliger Häftling sagte, die Polizei habe ihm bei einem Bluttest zugegeben, dass seine Organe entnommen werden könnten.

Berichte über fehlende Organe an den Körpern toter Häftlinge

Trey sagte, er habe auch Berichte über fehlende Organe bei den Körpern toter Häftlinge in China gesehen.

Im Jahr 2016 verabschiedete das US-Repräsentantenhaus einstimmig die H.Res. 343, die ebenfalls ein Ende der Organentnahme durch das chinesische Regime forderte. Lesen Sie hier.

Im März wurde sowohl im Senat (S.602) als auch im Repräsentantenhaus (H.R.1592) ein neues Gesetz zur Bekämpfung der Zwangsorganentnahme und des Menschenhandels eingebracht. Im Falle einer Verabschiedung würde die US-Regierung ermächtigt, Personen, die sich am illegalen Kauf von Organen beteiligen, den Reisepass zu verweigern oder zu entziehen. Außerdem würde die Ausfuhr von Geräten für die Organtransplantation in die USA an ausländische Unternehmen, die mit dem Verbrechen in Verbindung stehen, untersagt. Hier lesen und hier.

Es gibt internationale Unterstützung für die Forderung, dass China seine Praxis der Zwangsentnahme von Organen beendet. Trey sagte, dass seine Organisation sechs Jahre lang eine weltweite Petition organisiert hat, die 2018 endete. Dabei wurden mehr als 3 Millionen Unterschriften gesammelt und das Hochkommissariat für Menschenrechte der Vereinten Nationen aufgefordert, sich für die Beendigung dieser Praxis in China einzusetzen.

"Jetzt wollen wir, dass die Vereinten Nationen und unabhängige Ermittler vor Ort [in China] in diese Lager gehen", um Nachforschungen anzustellen, sagte Trey.