Cybercontrol: Hat Covid die davosianische Elite auf den nächsten Schritt gebracht?


Warum nach dem Gesundheitspass nicht auch ein digitaler Identitätscheck? Die Essayistin Modeste Schwartz spricht mit Rachel Marsden über die möglichen Ähnlichkeiten zwischen der Gesundheits- und der IT-Krise.

Massiver Zusammenbruch der großen sozialen Netzwerke

Anfang Oktober kam es zu einem massiven Zusammenbruch der wichtigsten sozialen Netzwerke und Messaging-Dienste.

Die meisten Cybersicherheitsexperten glauben, dass die Störung durch einen Fehler in einem Update für die Server von Facebook verursacht wurde. Aber was auch immer das Problem war, unterm Strich hat die Reaktion der Öffentlichkeit gerade bewiesen, dass viele Menschen bereit sind, ihre Privatsphäre zugunsten eines sicheren Zugangs zu ihren Lieblingsplattformen aufzugeben.

Die Tatsache, dass sich viele Nutzer dieser Dienste auf Twitter beschweren, liefert den Regierungen ein Argument für mehr Kontrolle und Regulierung, um die Kontinuität dieser Dienste zu gewährleisten.

Interesse an Identitätskontrolle

Doch wie groß ist das Risiko, dass ein solches Szenario tatsächlich eintritt? Modeste Schwartz, Autorin des Buches Le Magicien de Davos (Culture et Racines), ist der Meinung, dass das Interesse an der Identitätskontrolle schon einige Jahre zurückliegt:

Das Thema digitale Identität ist in Davos und im Silicon Valley seit mindestens zehn Jahren, wenn nicht länger, in der Pipeline.

Es ist nicht schwer zu erkennen, wie der Gesundheitspass mit seinem an die Identität des Inhabers gekoppelten QR-Code, der angesichts des Corona-Virus ein Gefühl der Sicherheit vermitteln sollte, unter dem Deckmantel der Sicherung des Internets und seiner verschiedenen Dienste an die digitale Identifizierung angepasst werden könnte.

Für die Elite von Davos, die es gewohnt ist, sich als reformorientiert, langsam und konsensorientiert zu präsentieren, hat die Covid-Operation die Möglichkeit eröffnet, einen Gang höher zu schalten", bemerkt Modeste Schwartz.

Es sei daran erinnert, dass das Weltwirtschaftsforum in den letzten zwei Jahren Simulationen eines großen Internet-Blackouts organisiert hat, die als "Cyber Polygon" bekannt sind.

Der Gründer und Geschäftsführer der Gruppe, Klaus Schwab, erklärte am 8. Juli 2020, dass "die Covid 19-Krise im Vergleich zu einer großen Cyberattacke eine kleine Störung ist". Für ihn ist die Gesundheitskrise "ein rechtzeitiger Weckruf an die Cybersicherheitsgemeinschaft, sich auf eine mögliche Cyberpandemie vorzubereiten".

Klaus Schwabs prophetischer Ruf wurde durch den Erfolg seiner "Operation Covid" erheblich gestärkt. Wenn diese erfolgreich war, warum dann nicht auch der digitale Covid?"