Bereitet Österreich seine Bevölkerung auf einen "Großen Europäischen Blackout" vor?


Die österreichische Regierung hat einen Leitfaden veröffentlicht, um "Vorkehrungen für den Fall eines europaweiten Strom-, Infrastruktur- und Versorgungsausfalls zu treffen".

Das österreichische Bundesministerium für Landesverteidigung

Haben Sie einen Plan "B"?

Plan "B" steht für "Blackout". Damit ist ein längerer Strom-, Infrastruktur- und Versorgungsausfall in ganz Europa gemeint, bei dem plötzlich nichts mehr funktioniert. Mehr als vielen Menschen bewusst ist, hängt unser Leben zu einem großen Teil von einer intakten Energieversorgung ab. Das gilt in städtischen Gebieten noch mehr als in ländlichen Gebieten.

Experten erwarten einen Blackout innerhalb der nächsten fünf Jahre.

Wie erkennen Sie einen Stromausfall?
  • Überprüfen Sie Ihre eigene Stromversorgung (FI-Schalter im Sicherungskasten).
  • Überprüfen Sie Ihre Umgebung (Beleuchtung der Nachbarn, Straßenbeleuchtung).
  • Überprüfen Sie die Erreichbarkeit anderer Personen (Mobiltelefon, Festnetztelefon, Internet)
  • Schauen Sie im Verkehrsfunk (Ö3, Radio) nach, ob Tunnel gesperrt werden müssen.
Was ist zu erwarten?

Es wird erwartet, dass es mindestens einen Tag dauert, bis die Stromversorgung in ganz Österreich wiederhergestellt ist. Für ganz Europa wird es voraussichtlich etwa eine Woche dauern. Aber das ist noch nicht alles. Es wird noch mehrere Tage dauern, bis Handys, Festnetztelefone und das Internet wieder funktionieren. Nur so kann die Versorgung mit lebenswichtigen Gütern weitgehend wiederhergestellt werden.

Das Wichtigste ist, dass Sie Ruhe bewahren. Handeln Sie überlegt und geplant.

Was wird nicht mehr funktionieren?

Alle vernetzten Infrastrukturen, die von der Stromversorgung abhängen, wie z. B.:

  • Telefone, Handys, Internet, Geldautomaten, Zahlungssysteme.
  • Tankstellen, Ampeln, Tunnel, usw.
  • Schienenverkehr, viele öffentliche Verkehrsmittel, Aufzüge, Lastenaufzüge, Lastenaufzüge.
  • Das bedeutet auch, dass die Versorgung mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln oder Medikamenten unterbrochen ist.
  • In einigen Fällen sind auch Probleme mit der Wasserversorgung und der Abwasserentsorgung zu erwarten. In der
  • Haushalt, Beleuchtung, Kühlschränke und die meisten Heizungsanlagen sind betroffen. Notrufe können nicht mehr abgesetzt werden.

Was wird funktionieren?

Nur was Sie vorbereitet haben und tatsächlich zur Verfügung steht. Hilfe von außen ist nicht möglich. Auch der Einkauf wird eingestellt, weil technische Systeme ausfallen und die Logistik zusammenbricht.

Was könnte also nützlich und hilfreich sein?

  • Batteriebetriebenes Radio (Autoradio!)
  • Taschenlampen oder Stirnlampen (mit genügend Ersatzbatterien)
  • Kerzen, Feuerzeuge, Feuerlöscher, Kohlenmonoxiddetektoren
  • Wasser (2 Liter pro Person und Tag; 3-5 Tage), Getränke, Tee, Kaffee
  • Haltbare Lebensmittel für 2 Wochen (Nudeln, Reis, Konserven...)
  • Basismedikamente für 2 Wochen, Erste-Hilfe-Kasten
  • Toilettenartikel, Müllsäcke, Klebebänder, Kabelbinder
  • Gasherd, Grill, Brennpaste
  • Bargeld in kleinen Scheinen und Münzen
  • Schlafsäcke, Decken, warme Kleidung
  • Spiele, Notizbücher, Stifte
  • Das Auto sollte immer mindestens halb voll getankt sein.
  • Überlegen Sie, was Sie brauchen, um zwei Wochen lang über die Runden zu kommen. Welche besonderen Bedürfnisse gibt es in Ihrem Haushalt (kleine Kinder, Haustiere, Körperpflege usw.)? Außerdem ist es wichtig, gekühlte Lebensmittel schnell zu verbrauchen, damit sie nicht verderben.

Planen Sie von zu Hause aus, als ob Sie einen zweiwöchigen Campingausflug machen würden.

Was sollte sofort getan werden?

Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrer Familie und Ihren Freunden, welche Probleme auftreten könnten und welche Lösungsmöglichkeiten Sie vorbereiten können.

Einige Beispiele sind:

  • Sichere Lagerung für 2 Wochen
  • Durchführung eines Erste-Hilfe-Kurses
  • Vereinbaren Sie einen Treffpunkt, wenn kein Kommunikationsmittel funktioniert (z. B. für Kinder in der Schule oder an einem anderen Ort außerhalb der Wohnung).
  • Schließen Sie sich mit Ihren Nachbarn zusammen und teilen Sie bestimmte Ressourcen oder suchen Sie nach Menschen, die Hilfe brauchen.

Was geschieht nach einem Stromausfall?

Niemand weiß genau, was nach einem Stromausfall passieren wird. Sicher ist jedoch, dass wir so schnell nicht zu unserer gewohnten "Alltagsroutine" zurückkehren werden.

Wichtig ist, dass wir eine solche Krise nur gemeinsam bewältigen können und dass es an jedem einzelnen von uns liegt, die schwerwiegenden Folgen eines Stromausfalls zu bewältigen.

Das beginnt bei der Vorsorge und setzt sich bei der gegenseitigen Hilfe im Krisenfall fort. Organisieren Sie sich also in der Nachbarschaft und in der Gemeinschaft!